Der beste Impfschutz bevor du Schwanger wirst!

 

Impfstatus überprüfen lassen

 

Röteln und Windpocken können eine erhebliche Auswirkung auf dein ungeborenes Baby haben.

Wenn es wieder für dich Zeit ist, dich bei deiner Frauenärztin/ deinem Frauenarzt  vorzustellen, für die Krebsfrüherkennungsuntersuchung, dann achte bitte darauf das du deinen Impfausweis mitnimmst und dein Impfstatus  kontrollieren lässt.

Röteln-Impfung sollten 2x vorhanden sein (in der Verbindung mit MMR). Wenn dies nicht der Fall ist, lass dich bitte dafür Impfen. Nach deiner Impfung solltest du 3 Monate versuchen nicht Schwanger zu werden.

Wenn du als Kind oder Jugendliche schon Windpocken (Varizellen) durchgemacht hast oder natürlich schon geimpft bist, reicht eine entsprechende Antikörperbestimmung. Sollte es negativ ausfallen, also keine ausreichende Immunität, dann solltest du dich 2x Impfen lassen. Auch hier darauf achten, dass du die nächsten 3 Monate nicht Schwanger wirst.

Du kannst auch beides in Verbindung impfen, mit dem Impfstoff MMRV (Masern, Mumps, Röteln, Varizellen).

 

 

Was passieren könnte, wenn du dich nicht impfen lässt

Röteln oder Windpocken sind ansteckende Viren. Wenn du in der Schwangerschaft durch Röteln erkrankst, kann es schwere Fehlbildungen beim Kind führen. Es sind z.B. geistige Behinderungen, Taubheit, Herzfehler oder sogar Fehlgeburten. Durch die Impfungen sind diese Komplikationen heute deutlich seltener geworden.

 

 

Kann man sich in der Schwangerschaft impfen lassen?

In der Schwangerschaft sollten Impfungen so gut wie möglich verhindert werden. Grippeimpfstoff sollte aber kein Problem sein. Die Impfung gegen Grippe wird von der STIKO bei ein Kinderwunsch oder Schwangerschaft im Winter sogar ausdrücklich empfohlen.
Lebensimpfstoffe wir MMR, sollten in der Schwangerschaft nicht infrage kommen.

 

Diese Infektionen kannst du vor und während einer Schwangerschaft testen lassen!

  • Toxoplasmose

  • Ringelröteln

  • Cytomegalie

  • Windpocken

 

Dies erfolgt durch eine Blutentnahme entweder beim Frauenarzt oder bei deinem Hausarzt. Die Ergebnisse zeigen an, ob du entweder die Erkrankungen durchgemacht hast bzw. Immun bist, oder ob du sie evtl. in der Schwangerschaft kriegen kannst.

 

 

Wichtige Informationen über die o.g. Infektionen 

 

 

Toxoplasmose 

 

Was ist eine Toxoplasmose-Infektion?

Sie ist durch den Parasiten Toxoplasma gondii verursacht. Der Hauptwirt ist die Katze. Die Infektion befindet sich im Katzenkot. Durch rohen oder nicht ausreichend gekochtem oder gebratenem Fleisch kann man sich infizieren. Obst oder Gemüse sollten zureichend gesäubert werden.

 

Wie wird die Infektion übertragen?

  • Durch den Kontakt mit dem Katzenkot 
  • nicht ausreichend gegartes Fleisch. Genauso wie nicht gewachsenes Obst und Gemüse 
  • Kontakt mit Erde, Sand sowie Spielplätze etc.

 

Kann man die Infektion bemerken?

Sie verläuft meist unbemerkt. Grippeähnliche Symptome mit Anschwellen des Lymphknotens. Typische außergewöhnliche Beschwerden gibt es bei einer Toxoplasmose-Infektion nicht. Die Diagnostik erfolgt durch eine Blutentnahme.

 

Welche Probleme kann die Infektion in der Schwangerschaft auslösen?

Bei Nicht schwangeren Frauen ist diese Infektion total harmlos. Allerdings ist sie bei einer Schwangerschaft gefährlich. Sie kann beim ungeborenen teilweise auch schwere Schäden hinterlassen. Eine Fehlgeburt ist bei dieser Infektion nicht ausgeschlossen. Da bei dir eine Familienplanung ansteht, ist die Kontrolle schon vor der Schwangerschaft empfehlenswert.

 

Kann man diese Infektion auch behandeln?

Ja, im Gegensatz zu den anderen Infektionen wie z.B. Cytomegalie oder Röteln, kann man die Toxoplasmose-Infektion behandeln.

 

Fazit - was du wissen solltest!

Solltest du noch keine Toxoplasmose-Infektion durchgemacht haben oder dagegen immun sein, dann kannst du zusätzlichen zu den regelmäßigen Blutuntersuchungen andere wichtigen Dinge beachten!

 

  • Du musst deine Katze nicht loswerden, lass aber bitte deinen Partner den Katzenkot mit einem heißen
  • Wasser sauber machen, oder Mundschutz tragen.
  • Kein rohes und nicht vollständig durch gekochtes oder durchgebratene Fleisch essen.
  • Rohes Gemüse, Obst etc. vor dem Verzehr ordentlich durchwachsen. Nach dem Zubereiten solltest du
  • deine Hände sehr gründlich mit einer Bürste und einer Seife waschen.

 

 

Windpocken 

 

Was ist das?

Der Erreger von Windpocken und Gürtelrose ist das Varizella-Zoster-Virus. Die Viruserkrankung tritt meist im Kindesalter auf und somit lässt sie lebenslang eine Immunität hinter.

 

Wie kann man sich durch Windpocken infizieren?

Der Name sagt es schon aus, Windpocken. Sie wird über Berührungen und von geplatzten Bläschen übertragen, teils durch Tröpfchen des Nasen- und Rachensekrets.

 

Welche Symptome hat sie und wie wird sie bemerkt?

Nach Ansteckung mit dem Virus tritt nach 2 bis 3 Wochen die Hauterscheinungen auf. Sie sehen aus wie stecknadelkopfgroße runde und ovale Bläschen, die sich quasi am ganzen Körper verbreiten. Sie sind oft stark juckend. Zusätzlich bekommt man ein hohes Fieber.

 

Welche Probleme können in der Schwangerschaft auftreten?

In der Frühschwangerschaft oder gegen Ende der Schwangerschaft, stellt eine Windpocken-Infektion der Mutter eine potenziell lebensgefährliche Erkrankung für das Kind dar. Die Kinder bekommen dadurch einen Schaden ab oder 10 % der Kinder können versterben.

 

Kann die Infektion in der Schwangerschaft behandelt werden?

Sollte keine Immunität bestehen und ein gesicherter Kontakt mit infizierten Personen stattgefunden hat, kann in begrenzenden Zeitraums die vorsorgliche Gabe eines schützenden Immunglobulins verabreicht werden. Das Risiko darin besteht, dass sie eine Infektion jedoch nicht immer verhindern kann.

 

Fazit - was du wissen solltest

Solltest du die Infektion in deinem Kindesalter durchgemacht haben oder schon geimpft worden bist, bist du immun gegen die Infektion d. h. du kannst dich in der Schwangerschaft nicht noch ein mal anstecken.

Da du den Kinderwunsch hast, empfehle ich dir die Infektion vor der Familienplanung bei deiner Frauenärztin oder Frauenarzt unbedingt testen zu lassen. 

Besteht keine Immunität, ist es empfehlenswert eine Impfung vor der geplanten Schwangerschaft durchzuführen. Darauf zu achten ist, dass du 3 Monate nach der Impfung nicht schwanger werden sollst.

Wenn du ein Kindergartenkind hast, solltest du, falls im KIGA die Infektion ausgebreitet ist, nicht hingehen. Auch der Kontakt mit Kleinkindern so gut wie möglich vermeiden. Falls doch der Kontakt stattgefunden hat und du bereits Schwanger bist, dann solltest du in der unbedingt durch eine Blutentnahme sie testen lassen. Es wird quasi durch die Blutentnahme geschaut, ob du die Infektion schon ein mal durchgemacht hast oder evtl. Immun dagegen bist.

 

 

Ringelröteln

 

Was sind Ringelröteln?

Das Parvo-Virus B19 ist der Erreger der Ringelröteln. Sie verursacht meist eine relativ harmlose Kinderkrankheit. In de Regel findet sie zwischen dem 6. und 15. Lebensjahr statt.

 

Wie kann man sich infizieren?

Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion über die Atemwege verbreitet. Das höchste Infektionsrisiko bei schwangeren Frauen nach Kontakt mit infizierten Kindern im eigenen Haushalt.

 

Wie merke ich eine Röteln-Infektion?

Das Gesicht wird meist mit einem Ausschlag, der die Mundumgebung ausspart, befallen. Die Haut fühlt sich heiß an. Nach 2 Tagen ist der ganze Körper mit dem Ausschlag betroffen. In der Regel verschwindet der Ausschlag nach einer Woche.

 

Probleme die in der -  Schwangerschaft

Das Parvo-Virus B19 befällt die roten Blutkörperchen des Kindes. Es entwickelt sich eine Anämie (Blutarmut) die zu einer Sauerstoffarmut des Blutes des ungeborenen Babys führen kann. Dies kann zur Entwicklung eines kindlichen Wasserkopfes führen oder im schlimmsten Fall zum Verlust des Kindes. 

Wenn das Kind die Infektion übersteht, verleiben keine Schäden!

 

Kann diese Infektion behandelt werden?

Durch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen, kann der Arzt erkennen, ob sich ein kindlicher Wasserkopf entwickelt. Ungefähr ab der 18. Schwangerschaftswoche kann Bluttransfusion über die Nabelschnur gegeben werden. Weiter Möglichkeiten einer Therapie gibt es nicht.

 

Fazit - was du wissen solltest

Du solltest vor der geplanten Schwangerschaft durch eine Blutentnahme überprüfen lassen, ob schon ein mal die Infektion stattgefunden hat. Eine Impfung gegen Ringelröteln gibt es allerdings nicht. 

 

 

 

Cytomegalie

 

 

Was ist eine Cytomegalie-Infektion?

Das Virus gehört zu der Familie der Herpes-Viren. Die CMV-Infektion ist in Deutschland am häufigsten gemeldete und angeborenen Virus-Infektion. 

 

Wie infiziert man sich?

Sie tritt über Schmier- und Tröpfchen-Infektion auf in den Körper ein. Der Erreger findet sich im Speichel, Urin, Blut, Samenflüssigkeit oder Gebärmutterhalsschleim. Sie wird meist durch Sexualkontakt übertragen. Die Infektion des ungeborenen Babys erfolgt über den Plazenta (Mutterkuchen). Säuglinge können sich auch über die Muttermilch infizieren.

 

Wie erkennt man die Infektion?

Die Infektion verläuft meist unbemerkt oder mit grippeähnlichen Symptomen.

 

Problem in der - Schwangerschaft

Das Risiko für schwere kindliche Schädigungen ist in den ersten 20 Wochen höher als der Spätschwangerschaft. Klinisch macht sich eine CMV-Infektion beim neugeborenen durch eine schwere Allgemeininfektion bemerkbar. Es bestehen viele Hinweise für eine geistige Behinderung beim Kind.

 

Kann man die CMV-Infektion behandeln?

Eine Impfung gibt es nicht. Es wird noch durch Studien geprüft, ob eine Hyperimmunglobuline eine neue Behandlungsmethode sein könnte. In der Schwangerschaft ist eine Therapie nicht möglich. 

 

Fazit - was du wissen solltest

Durch dein Kinderwunsch ist es auch bei dieser Infektion empfehlenswert, vor der geplanten Schwangerschaft sie durch eine Blutentnahme zu testen. Sollte keine Immunität Vorhandensein, kann man sie regelmäßig untersuchen.

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