Schwangerschaft - Gesetze - Das ist dein Recht!

 

Deine Rechte in der Schwangerschaft die du wissen solltest.

Der Staat unterstützt unsere schwangeren Frauen besonders. Die wichtigsten Bestimmungen stehen im Mutterschutzgesetz. Jede Arbeitnehmerin, ob Teilzeit, Probezeit, Schülerinnen oder Studentinnen, sind verpflichtet ihren Arbeitgeber zu informieren. Dies gilt nicht für Selbstständige oder Hausfrauen. Am besten bittest du um eine Bescheinigung einer bestätigten Schwangerschaft von deiner Frauenärztin oder Frauenarzt, um dies bei deinem Arbeitgeber vorzulegen.

 

Kündigungsschutz

Ein Kündigungsschutz besteht für Frauen während der Schwangerschaft und die ersten vier Monate nach der Geburt. Dieser gilt allerdings auch für Frauen, die nach der zwölften Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erlitten haben. Erhältst du eine Kündigung und dein Arbeitgeber wusste von deiner Schwangerschaft nicht Bescheid, dann musst du ihn innerhalb zwei Wochen mit einem ärztlichen Attest darauf hinweisen. Sollte der Betrieb die Kündigung nicht rückgängig machen, musst du das Arbeitsgericht oder das Gewerbeaufsichtsamt einschalten. Eine Klage beim Arbeitsamt muss binnen drei Wochen nach der Kündigung eingereicht werden.

 

Mutterschutz heißt auch: du darfst nicht gekündigt werden!

 

Beschäftigungsverbot

Du solltest nicht beschäftigt werden, wenn dabei deine Gesundheit oder die deines Babys gefährdet wird. Ein ärztliches Attest muss deinem Arbeitgeber vorliegen. Dein Arbeitgeber muss zunächst den Arbeitsplatz sicher umgestalten oder dich an einem geeigneteren Arbeitsplatz einsetzen.

Sechs Wochen vor deiner Geburt und acht Wochen danach bist du im Mutterschutz und solltest nicht arbeiten. Nach Früh- oder Mehrlingsgeburten gelten zwölf Wochen. Sie gilt auch für Frauen, die ein Kind mit einer Behinderung geboren haben. Bei Frühgeburten verlängert sich die Schutzfrist um die Zahl der Tage, die das Kind früher kam.

 

Welche Leistungen übernimmt die Krankenkasse?

Es stehen dir besondere Leistungen zu:

  • Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Vorsorgeuntersuchungen. Dazu gehören auch 3 Ultraschalle, so wie der OGTT 50g Test (Test auf Diabetes in der Schwangerschaft). Alles, was über die Grundleistung hinausgeht, muss in der Regel selbst bezahlt werden, wie zum Beispiel 3D Ultraschalle oder zusätzliche Blutuntersuchungen (wie, Toxoplasmose, Cytomegalie, Ringelröteln und Windpocken). Über die Informationen der zusätzlichen Blutuntersuchungen erfährst du von deiner Frauenärztin oder Frauenarzt.
  • Rezepte für Beschwerden durch die Schwangerschaft werden ohne Zuzahlung verordnet.
  • Die Geburt und Klinikaufenthalt werden von der Krankenkasse übernommen.

Mutterschaftsgeld

  • Mutterschaftsgeld erhalten Frauen, die während der Schutzfrist, gesetzlich versichert sind und Anspruch auf Krankengeld haben.
  • Die Differenz zwischen diesem (höchstens 13 € kalendertäglich) und dem Durchschnitts-Nettolohn zahlt der Arbeitgeber.
  • Arbeitnehmerinnen, die nicht gesetzlich versichert sind (privat- oder familienversichert), haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss.
  • Frauen ohne Arbeitsverhältnis, die in der gesetzlichen Kasse sind und Anspruch auf Krankengeld haben, zahlt die Kasse Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes. 
  • Das Mutterschaftsgeld beträgt maximal 205 €.
  • Hausfrauen steht kein Mutterschaftsgeld zu.

 

Elterngeld

Mit der Geburt deines Babys haben dein Mann und du Anspruch auf Elterngeld. Es ist einkommensabhängig. Du musst mit deinem Baby im Haushalt leben und darfst maximal 30 Wochenstunden  arbeiten. Ihr habt allerdings eine Wahl, ob ihr Basis-Elterngeld wählt oder ElterngeldPlus. Ihr könnt auch beides zusammen kombinieren.

Basis-Elterngeld:

 

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